Montag, 2. Dezember 2019

Das Positivitäts-Verhältnis

Heute geht es mir um Deine Emotionen. Dieser Test ist ein wunderbarer Einstieg, um sich mit seinen Emotionen, sowohl positiv wie auch negativ einmal bewusst auseinander zu setzen. Wie in dem Gedicht „Gästehaus“ von Rumi, indem es heißt, Du sollst alle Emotionen an der Tür willkommen heißen. Damit Du ein Gefühl für die täglich aufkommenden Emotionen bekommst und sie auch benennen kannst, habe ich Dir heute den ‚Positivity Ratio Test’ (den Positivitäts-Verhältnis-Test; https://www.positivityratio.com) von Barbara L. Fredrickson mitgebracht. 

Dieser Test ist ein gutes Werkzeug, um sich tiefer mit den eigenen Emotionen zu beschäftigen. Doch was bedeutet Positivity Ratio eigentlich? Er zeigt Dir, in welchem Verhältnis Deine positiven und negativen Emotionen im Verlauf eines Tages zueinanderstehen. Das Ziel ist, dass die positiven Emotionen am Ende eines Tages überwiegen und er gibt Dir Anhaltspunkte darüber, wie Du innerhalb der letzten 24 Stunden emotional unterwegs warst. 
(© Daniela Blickhan (2015); Positive Psychologie: Ein Handbuch für die Praxis; Seiten 66-67; Original von Barbara L. Fredrickson (2011) http://www.positivityratio.com (Übersetzung von Daniela Blickhan))


Der Test zur Positivity Ratio: Wie hast Du Dich gestern gefühlt? Trage das heutige Datum oben ein und betrachte die vergangenen 24 Stunden. Nutze die folgende Skala um Deine Emotionen einzuschätzen und trage das Ergebnis, wie intensiv du diese Emotionen gespürt hast, auf die im Anschluss folgende Tabelle ein. 
Skala: 0 = gar nicht; 1 = ein wenig; 2 = mäßig; 3 = ziemlich; 4 = sehr stark
Was ist das stärkste Ausmaß, in dem du dich ... gefühlt hast?

Datum: ..............................

... heiter, albern oder amüsiert
... wütend, irritiert, verärgert
... beschämt, erniedrigt, bloßgestellt
... ehrfurchtsvoll, voller Staunen oder Bewunderung
... geringschätzend, verachtend, höhnisch
... angewidert, geekelt, abgestoßen
... verlegen, errötet, befangen
... dankbar, anerkennend, verständnisvoll
... schuldig, reumütig, tadelnswert
... hasserfüllt, misstrauisch, argwöhnisch
... hoffnungsvoll, optimistisch, ermutigt
... inspiriert, angehoben, unterstützt
... interessiert, wach, neugierig
... freudig, glücklich, froh
... Gefühle von Liebe, Nähe, Vertrauen
... stolz, selbstbewusst, zuversichtlich
... traurig, niedergeschlagen, unglücklich
... ängstlich, furchtsam, besorgt
... gelassen, zufrieden, friedvoll
... gestresst, nervös, überfordert

Auswertung des Tests:
Addiere alle Zahlenwerte der positiven Emotionen zusammen, das sind die fetten und gerade geschriebenen Begriffe. Allerdings nur die 2,3 und die 4, die 1 wird nicht mit addiert (dies ist = Summe 1). Addiere nun die negativen Emotionen zusammen, das sind die kursiv geschriebenen Begriffe (dies ist = Summe 2). Nun teile die Summe 1 durch die Summe 2 (1:2), so erhältst Du den Tagesdurchschnitt Deiner Gefühle. Um einen positiven Tag erlebt zu haben, sollte das Ergebnis 3 oder höher sein.

Bei diesem Test gibt es kein richtig oder falsch, aber er gibt Dir die Möglichkeit Deine emotionale Intelligenz zu erhöhen. Er kann Dir zeigen ob Du aus einer Talsohle schnell wieder herauskommst oder ob Du in ihr gefangen bist. Dann solltest Du Dir aber auch professionelle Hilfe holen, damit Du Dein Leben wieder mit Freude leben kannst. Er gibt aber auch Aufklärung darüber, welche Emotionen Du häufiger spürst und Du kannst Dich fragen warum das so ist, im Negativen aber auch im Positiven.

Viel Spaß beim erkunden Deiner Emotionen, Dein

Frank Fuhrmann







Foto1: klimkinFoto2: geralt; Foto3: Shutterstock; Grafikdesign: KOLLWITZ MEDIA






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